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boulder tipps für anfänger Tipps zum Klettern in der Halle

Boulder Tipps für Anfänger – So startest Du richtig

Der Trendsport schlechthin

Bouldern ist bei vielen sehr Lieblingssportarten und etwas, das ich am liebsten jeden Tag machen würde. Dieser Sport fordert Technik, Geschick, Stabilität, Kraft-Ausdauer und vor allem Köpfchen. Wenn man nicht bereit ist sein Hirn anzustrengen und nicht nur die Muskeln dann sollte man Bouldern eher lassen. Hier findest du 3 Boulder Tipps für Anfänger um dir das Leben als Neuling einfacher zu machen.

Boulder Tipps: Warum Technik so wichtig ist

Mit bloßer Muskelkraft kommt man hier nicht besonders weit, das habe ich schnell gemerkt. Das Bouldern ist für mich eine Art Kunst. Anfangs macht man super schnelle Fortschritte diese lassen mit der Zeit allerdings rapide nach. Besonders der Fortschritt verursacht durch Muskelwachstum- und Stärkung geht schnell an Grenzen die nicht leicht sind zu überwinden. Es ist wichtig frühzeitig die Macht der Technik zu verstehen. Sie verhilft zu einer langfristig steilen Lernkurve und beugt Verletzungen vor. Wer sich nur mit Muskelkraft die Wand hoch bewegt, leidet sehr schnell an entzündeten Sehnen und Muskelansätzen. Mit Hilfe von richtiger Fußstellung und Gewichtsverlagerung kommt man um einiges weiter als ohne.

Ich zeig ich euch hier die Top 3 Boulder Tipps für Anfänger die auch ich als Beginner gemacht habe und wie ihr sie vermeiden könnt.

Lockere Arme beim Klettern

Intuitiv habe ich als Anfänger alles gegeben. Mit voller Kraft voraus und immer unter Spannung hab ich mich an der Wand bewegt. Dabei ist das gar nicht immer sinnvoll. Vor allem in Sekunden der Orientierung sollte man darauf verzichten Arme und Rücken angespannt zu lassen. Hängen lassen ist das Motto und das fällt besonders Anfängern schwer. Aber mit ein wenig Übung verinnerlicht man dieses Mantra schnell und es fällt einem leichter vorhandene Energie einzuteilen. Ich habe inzwischen so gut wie nur Spannung auf den Armen wenn ich antizipiere. Und das spart eine Menge Energie.

Die Richtige Fußstellung bewirkt Wunder

Ordentliche Fußstellung ist essentiell für erfolgreiches Klettern. Anfänger neigen dazu die gesamte Fußsohle auf den Boulder zu stellen, da es ein Gefühl von Sicherheit gibt. Beim Bouldern ist es allerdings wichtig Fußdruck gezielt punktuell auszuüben. Denn besonders bei höheren Schwierigkeitsgraden werden die Boulder tendenziell kleiner, so klein, dass manchmal nur ein Bruchteil der Fußspitze raufpasst. Deshalb empfehle ich schon früh darauf zu achten mit der Fußspitze gezielt Druck auszuüben um einen sicheren Stand zu haben. Nicht nur muss man sich daran gewöhnen auf den Stand der gesamten Fußsohle zu verzichten, die Muskulatur und Sehnen im Fuß müssen auch mitwachsen und gestärkt werden.

Kraft aus den Beinen ist mehr als wichtig

Den Energiehaushalt unter Kontrolle zu bringen ist, wie ihr sicher schon gemerkt habt, zentraler Bestandteil beim Bouldern.
Deshalb sollte man wie oben erwähnt unbedingt auf die richtige Fußstellung achten damit man im nächsten Moment so viel wie möglich aus der Kraft in den Beinen rausholt.
Statt sich nach oben zu ziehen sollte man sich mit den Beinen immer nach oben drücken sobald die Möglichkeit besteht. Dies ist nicht immer möglich aber man sollte so oft wie möglich darauf achten.

Der Heel-Hook

Der Heelhook ist meiner Erfahrung nach die leichtere Variante des Hooks und benötigt nicht ganz so viel Erfahrung.

Du wirst wahrscheinlich schon früh in die Situation kommen, wo du ohne Heel Hook nicht weiter kommst, da er sehr gern in Boulderstrecken eingebaut wird. Was viele falsch machen, ist den Fuß einfach irgendwo zwischen zu klemmen und dann zu hoffen, dass er hält. Der Hook sollte hierbei aber ganz aktiv am Tritt ziehen, sodass dein Körper unter Spannung und nah an der Wand ist.

Ein weiterer häufiger Fehler ist (leider) den Hook nicht an der richtigen Stelle zu setzen. Viele versuchen den Hook über die Achillesferse oder sogar die ganze Wade zulegen. Das kann sehr schnell schmerzhaft werden und ich rate dringend davon ab. Vielmehr sollte dir den Hook so setzen, dass nur eure Ferse an einem sehr begrenzten Bereich eine Menge Druck ausüben kann ohne Schmerzen dabei zu empfinden. Bei den meisten Boulder Schuhen ist auch schon eine ordentliche Gummierung an dieser Stelle vorgesehen.

Habt ihr also genug Druck aufgebaut könnt ihr meistens schon eine Hand vom Griff lösen. Oftmals müsst ihr euch aber erst mit dem Beinbeuger näher an die Position heranziehen um weiter zu kommen.

Der Toe-Hook

Diese Technik ist etwas für die erfahrenen unter euch. Wenn du dich vorher nicht an dem Toehook probiert hast, solltest du das spätestens jetzt tun denn der Toehook ist um einiges schwerer umzusetzen als der Heelhook.

Gerade im Überhang ist der Toehook die Spezialwaffe um die Körpermitte unter Kontrolle zu bringen. Wenn du noch nicht so oft an einem Dach geklettert bist dann möchte ich dich jetzt dazu ermutigen.(Nein, ich meine nicht das Hausdach) Das klettern im überhang kann dir enormen Fortschritt in deinem Training bringen.

Am besten suchst du dir einen Überhang-Bereich mit recht großem Griff und probierst das einfach mal aus. Bei einem Toe-Hook nutzt du deine Fußspitze um sie hinter einem Griff zu verankern. Damit gleichst du dein Gewicht das eigentlich an deinen Armen hing aus. Dies ist eine sehr spezifische Bewegung.

Verbesserungspotential im Toe-Hook

Es ist nicht so leicht den Hook schnell zu verbessern. Die einzige Möglichkeit deinen Toehook zu verbessern ist tatsächlich ihn ständig zu üben. In jeder Boulderhalle hast du dazu eine Menge Möglichkeiten. Auch wenn die Griffe nicht unbedingt für einen Hook vorgesehen waren kannst du sie nutzen um dein Toehook zu üben. Weiterhin spielt natürlich die Rumpfmuskulatur besonders im Überhang eine große Rolle.

Es ist also Stabilität gefragt. Corestrength-Übungen wie Planks (Unterarmstütz) in allen Variationen oder Beckenheben helfen dir auf deinem Weg zu besseren Hooks.


All diese Tipps sollen euch einen angenehmen Boulder-Kick-Off ermöglichen. Der Start ins Klettern ist relativ belastend für Muskeln und Sehnen. Fangt also lieber langsamer an und steigert euch mit der Zeit.

Hoffe die Hinweise erleichtern euch den Start!

Und jetzt heißt es VENGA! 😉

Euer Coach Marv

Marvin ist Sport-Coach, Boulder-Addict, Entrepreneur, Student, Trader und Arbeiter zugleich. Er studiert Wirtschaftsingenieurwesen mit der Vertiefung in Elektrotechnik an der TU-Berlin und hat Heißhunger auf Wissen.
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